Xenon Kino Berlin

Filmkunstkino in Berlin-Schöneberg

Enzo
FR / BEL / IT 2025 • 102 Min. • FSK: frei ab 16 • franz. / ukr. OmU
Regie: Robin Campillo (s.a. »120 BPM« (2017))
Buch: Laurent Cantet, Robin Camillo, Gilles Marchand
mit: Eloy Pihu, Pierfrancesco Favino (s.a. »Maria« (2024)), Elodie Bouchez, Maksym Slivinskyi, Nathan Japy, Vladyslav Holyk
Kamera / Bildgestaltung: Jeanne Lapoirie (s.a. (s.a. »In den besten Händen« (2021) und »Benedetta« (2021) und »120 BPM« (2017) und »La Belle Saison« (2015) und »Ricky« (2008) und »Die Zeit, die bleibt« (2005) und »8 Frauen« (2002) und »Tropfen auf heisse Steine« (1999)
Schnitt / Montage: Robin Campillo (s.a. »120 BPM« (2017))
Musik: -

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Hochsommer an der Côte d’Azur, ein Haus mit Pool und Meerblick. Eigentlich soll der sechzehnjährige Enzo die Schule beenden und studieren, wie es sich gehört. Doch im stillen Protest gegen die eigene Bourgeoisie fängt er auf einer Baustelle an - zum Missfallen seiner Familie.

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Aber auch sein neuer Boss ist unzufrieden mit Enzo, weil dieser selbst mit den einfachsten handwerklichen Aufgaben Probleme bekommt. Viel wohler fühlt sich der Junge bei seinem älteren Kollegen Vlad aus der Ukraine, der Enzo gerne Fotos seiner weiblichen Eroberungen auf dem Telefon zeigt.

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Der Arbeiter wird das männliche Vorbild, das dem behüteten Wohlstandskind vielleicht immer gefehlt hat – doch noch ganz andere Gefühle kommen zum Vorschein und machen alles komplizierter …

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Wer bin ich, wenn ich nirgendwo wirklich zuhause bin? Die sonnengetränkten und sehnsuchtsvollen Bilder eines südeuropäischen Sommers erinnern fern an „Call Me By Your Name“, doch „Enzo“ wirft dabei einen von Grund auf ehrlichen Blick auf den Versuch eines Erwachsenwerdens - mit allem jugendlichen Unbehagen, das dazugehört: gegenüber der eigenen Identität, den eigenen Gefühlen, dem eigenen politischen Bewusstsein. Einfache Antworten geben und brauchen die Figuren in „Enzo“ nicht, dazu sind sie zu komplex, zu echt - so wie man es kennt, vom großen Laurent Cantet („Die Klasse“), der das Drehbuch schrieb, aber starb, bevor er den Film vollenden konnte. Die Regie übernahm sein langjähriger Filmpartner und Freund Robin Campillo („120 BPM “). 2025 eröffnete der Film die Sektion Quinzaine des Cinéastes in Cannes.

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